Spüle nachhaltig und selbst gemacht

Nachhaltigkeit: Was ihr in der Natur an Deko findet und wofür ihr sie einsetzen könnt.

Augen auf beim Spaziergang in der Natur! Ihr müßt Blumen nicht immer kaufen und die Hintergründe für dein FotoSet liegen praktisch auf der Strasse.

 Am 14.10.2016 bin ich von re:BLOG zu einem Workshop nach Hamburg eingeladen. Die Themen von diesem Workshop werden rund um das Thema Nachhaltigkeit handeln. Uns erwarten interessante Speaker, die uns durch deren  Ansichten und Denkweise Anstoss geben sollen Nachhaltigkeit erlebbar zu machen. Ich bin schon sehr gespannt auf den Austausch.

Im Vorfeld  sollten die eingeladenen Blogger schon einen Beitrag zu dem Thema „Nachhaltigkeit“ schreiben.

Und klar findet auch in unseren vier Wänden Nachhaltigkeit statt. Ich habe gleich zwei Dinge für euch vorbereitet und erzähle euch von einigen Möglichkeiten für euren Alltag, die gut umzusetzen sind.

Zum Fotografieren benutze ich schon mal gerne Blumen als Dekomaterial!

Natürlich gibt es trendige Pflanzen, wie Sukkulenten, edle Blumen, Eukalyptus usw. –  die zwar wunderschön sind, ich diese  aber extra in einem Blumengeschäft kaufen muss. Dazu müsste ich zum Beispiel wieder extra in die Stadt fahren, die Luft verpesten und wieder Geld ausgeben.

Dabei hat die Natur soviel schöne Kreation vorzuweisen – man muss sie nur entdecken.
Die Pflanzen für den Kranz, den ihr auf den folgenden Fotos seht, habe ich beim letzten Spaziergang mit nachhause gebracht. Man muss nur ein wenig wachsam sein, eine Jutetüte, einen Handschuh und eine Gartenschere mit auf den Weg nehmen und das Abenteuer kann beginnen. Die Gartenschere ist zwingend notwendig, denn es gibt wirklich hartnäckige Stengel und Zweige, die man nicht einfach abknicken kann.
dekopflanzen_kranz2_1-2
Hintergründe für meine Foto Sets kann ich bei Obi kaufen, in dem ich mir Holzreste suche oder Holzlatten kaufe, zusammen bastle und anstreiche aber ich habe anstatt dessen auf dem Sperrmüll eine Holzplatte entdeckt und sie spontan mitgenommen und zur Belohnung kam nach dem Abschleifen der Oberfläche eine wunderbare Maserung zum Vorschein. Die Platte benutzte ich immer wieder gern als Untergrund bei Workshops.
Als das Hochbett von meinem Sohn abgebaut wurde, weil ein neues Bett her musste, habe ich einige Latten benutzet, diese in gleiche Teile gesägt und zusammen geschraubt, so, dass eine viereckige Fläche entstanden ist. Weiss angemalt (einfache Wandfarbe/ kein Lack) und jetzt benutze ich sie oft in der Küche als Untergrund für Instagram Bilder und für Posts. Es ist ein gutes Gefühl etwas weiter zu benutzen und nicht weg zuwerfen.
 Rührkuchen

Aber nicht nur bei den Shootings versuche ich nachhaltig zu arbeiten, auch  im Alltag wird immer wieder etwas Neues umgesetzt und ich entdecke  dabei immer wieder neue Potentiale, das eigene Handeln zu verbessern.

Unsere Liebe zur Natur lässt uns auch im kleinen Kreis viel darüber nachdenken und auch von den Kindern kommen viele Ideen. Idealerweise werden die Themen Recycling und Tierschutz auch an den Schulen diskutiert. Es macht Spass gemeinsame Projekte dabei entstehen zu lassen, wie zum Beispiel das Vorhaben, weniger Milch zu trinken, um langsam ganz davon weg zukommen oder eine Alternative zu wählen. Wir essen sehr selten Fleisch. Und wenn dann möglichst Bio!

Und nun zu meinem nächsten Punkt: Habt ihr schon mal  Putzmittel zubereitet?! Ist gar nicht so ein großes Ding! Natürlich mit Zutaten, die biologisch abbaubar sind und der Umwelt nicht schaden, wie das “Spüli” unten (Spülmittel, auch geeignet zum Händewaschen).
Nachhaltiges Spülmittel
Dazu habe ich 3 Liter Wasser zusammen mit 100g Kernseife (gerieben) vermengt und aufgekocht. Danach ein paar Stunden ziehen lassen und ab und zu umrühren. Optional kann man noch 10 Tropfen ätherische Öle hinzufügen (ich habe gute Laune Tropfen von Primavera benutzt) Aber je nach dem wofür es ist, kann man es ja variieren. Je nach dem ob man es als Duschgel benutzen möchte oder als Spüli, nimmt man den Lieblingsduft dazu.Spüle nachhaltig und selbst gemacht
Weiter habe ich in diesem Zuge noch Bad – und Küchenreiniger hergestellt.
Dazu habe ich 5 El Zitronensäure, 1 Liter Wasser und 15 Tropfen Teebaumöl (desinfiziert) gebraucht. Die Zitronensäure habe ich mit 1 Liter Wasser aufgekocht und abkühlen lassen. Danach die Teebaumöltropfen hinzugefügt.
Das Aufkochen mit Zitronensäure im Wasserkocher hat den tollen Nebeneffekt, dass der Wasserkocher bei der Gelegenheit entkalkt wird.

Demnächst stelle ich noch Waschmittel her: Aus 100g Kernseife (fein gerieben), 150g Natron, 150 g Soda und ätherischen Ölen – wie wäre es mit Lavendel?!

Zur Aufbewahrung eignen sich hervorragend alte Weckgläser, Marmeladegläser, Glasflaschen mit Schraubverschluss etc.
altglas_1222
1. Mülltrennung ist hier selbstverständlich. Keine Frage!
Mein Sohn lässt keinen großen Karton unbespielt! Spass!!!  Ich schau genau welche Kartons man weiter verwenden kann, Gerade kleine Päckchen kann man immer wieder gut für kleine Geschenke weiter benutzen.
2. Auto Fahrten werden genau abgestimmt (keine unnötigen Fahrten) das sehen die Kinder auch ein. Der Einkauf wird mit einer Hinbring-Aktion (Bogenschiessen/ Hockey) verbunden.
 3. Zuhause Energiesparlampen, Ökostromanbieter, Licht aus, wenn man es nicht braucht, Wasser nicht verschwenden.
 4. Wasser trinken – möglichst aus dem Wasserhahn. Das Wasser hier in der Eifel soll ziemlich gut sein.

5. Reparieren anstatt neu kaufen. Unsere Familie besteht aus Bastlern. Heissklebewachs ist so ein Multitalent. Ob Schuhe, Spielzeug, Kühlschrankmagneten und vieles mehr.

 6. Lebensmittel Mindesthaltbarkeitsdatum!
Nicht alles was vom Datum her abgelaufen ist, muss gleich in den Müll. Wir probieren vorher, ob es nicht noch gut ist. Bewusst einkaufen und vernünftig lagern. Obst und Gemüse kaufen wir auch gerne beim Obstbauern einen Ort weiter.
7. Altglas mit Deckel kann man prima für selbstgemachte Tomatensuppe, Marmelade oder zum einfrieren benutzen.  Anstatt Plastikbehälter oder Plastiktüten. Gläser beim einfrieren einfach nicht bis oben hin auffüllen, sondern nur bis zur Hälfte oder Dreiviertel, am besten ohne Deckel einfrieren und erst dann zuschrauben.

Aber auch für Salz, Zucker, Mehl und Kräuter. Die Liste ist endlos!
Altglas eignen sich auch hervorragend als Teelichter oder Vasen.

8. Aus alt mach neu Zum Beispiel, wenn ich nähen könnte, würde ich alles Mögliche vernähen aber ich kann es leider nicht.  Ich kenne einige, die das können, zum Beispiel macht Claudia, eine nette Freundin aus dem Nachbarsdorf aus alten Regenmäntel wasserdichte Beutel, die man dann als Kosmetiktasche o.ä. verwenden kann. Toll, oder?!
9. Geschenke selber basteln
Geschenke einfach mal selber machen anstatt zu kaufen. Anleitungen mit biologisch abbaubaren  Zutaten, wie zum Beispiel:  Naturseife, Cremes, Badesalz oder Peeling, Lippenbalsam, Kirschkernkissen, gibt es im Internet zu Hauf. Selbstgemachte Alternativen zum Blumenstrauß, Gefaltet, geklebt, gemalt… es gibt so viel Möglichkeiten. Und das schön eingepackt in einem Karton, den man noch im Bestand hat.
10. Information/ Pinterest
Dann gibt es ja mittlerweile so viel Seiten, die zum Thema Nachhaltigkeit informieren. Webseiten, wie Utopia.de halten dich immer auf dem Laufenden und informieren dich über aktuelle Tests und Neuigkeiten zu dem Thema.Ich hab vor Kurzem ein Pinterest Board “nachhaltig leben ” angelegt, damit ich Ideen von woanders für mich festhalten kann, um mich zu erinnern oder diese mal irgendwann umzusetzen.
Putzmittel selbstgemacht
Links zum Putzmittel selber herstellen Happymindmagazine oder hier bei Fiefhusen.de

Was sieht es bei euch mit Nachhaltigkeit aus? Habt ihr Tipps für den Alltag? Schreibt sie gerne in die Kommentare oder verlinkt euren Beitrag hier gerne.

Ein tolles Wochenende wünsche ich euch!